Tschernobyl

Wie bereits 1979 – Harrisburg, USA – kam auch 1986 mit der Explosion des Kernkraftwerkes in Tschernobyl, Ukraine, die internationale Atomwirtschaft den Endlagerplänen von Bundes- und Landesregierung in die Quere.

Im April und Mai wurde dort nuklare Wolken freigesetzt, die weite Teile Weißrusslands, Teile der Ukaine und Russlands verstrahlten. In der Folgezeit erreichten Wolken 40 Prozent der Fläche Europas. Von Skandinavien, Großbritannien, Italien bis zum Balkan und der Türkei fiel radioaktiver Regen nieder.

In der BRD war danach die radioaktive Konzentration im Boden besonders hoch im Bayerischen Wald. Der Bau der dort befindlichen Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf wurde in der Folgezeit eingestellt; sie ging nie in Betrieb. Castor-Transporte nach Gorleben wurden bis auf weiteres ausgesetzt.

Reaktionen auf Tschernobyl
Reaktionen auf Tschernobyl (Foto: HSK 13)

 

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