Nachkriegszeit

Die Politische Lage in der Nachkriegszeit von 1945 bis 1949

Luftbildaufnahme vom Polizeipräsidium Hannover und den umliegenden, bereits stark zerstörten Militärgebäuden, November 1944
Luftbildaufnahme vom Polizeipräsidium Hannover und den umliegenden,
bereits stark zerstörten Militärgebäuden, November 1944

1945

März: US-Truppen überqueren den Rhein bei Remagen und Wesel.

 

10. April:

Amerikanische Truppen erreichen Hannover und übergeben noch am selben Tag die Stadt dem britischen Stadtkommandanten Major Lamb. Er befehligt sechs britische und zwei kanadische Stabsoffiziere sowie zweihundert Mann.

 

15. April:

Britische Truppen besetzen das Emsland, Bremen und die Lüneburger Heide. Dort entdecken sie das Konzentrationslager Bergen-Belsen.

 

25. April: Amerikanische Truppen treffen bei Torgau an der Elbe auf die Rote Armee.

30. April: Hitler begeht in seinem Bunker Selbstmord.

 

4./7./9. Mai:

Die Spitzen der Wehrmacht unterzeichnen die Kapitulationsurkunden gegenüber Großbritannien, den USA und schließlich der Sowjetunion.

 

2. August:

Großbritannien, die USA und die Sowjetunion unterzeichnen das Potsdamer Abkommen. Darin enthalten:

  • Das Gebiet um Königsberg wird als Oblast Kaliningrad in die Sowjetunion eingegliedert
  • Polens Westgrenze wird nach Westen zur Oder-Neiße-Linie verlegt
  • Polen erhält zudem Danzig und Stettin
  • Die polnische Ostgrenze wird weit nach Westen verlegt und Ostpolen der Sowjetrepublik Ukraine zugelegt (September 1945)

 

6./9. August :

Die USA werfen über Hiroshima und Nagasaki die ersten Atombomben ab. Durch die Bomben, die ursprünglich für Deutschland bestimmt waren, zwingen die USA Japan zur Kapitulation (2. September 1945) und vermeiden verlustreiche Kämpfe auf den japanischen Hauptinseln.

 

1946

23. August

Die Britische Militärregierung ordnet die Gründung des Landes Hannover an. Der Landtag wird nicht gewählt, sondern die Abgeordneten werden ernannt. Zum ersten Ministerpräsident wird Hinrich Wilhelm Kopf ernannt.

 

23. November

Die Britische Militärregierung genehmigt die Zusammenlegung der Länder Oldenburg, Braunschweig und Hannover zum Land Niedersachsen. Der erste niedersächsische Landtag wird ernannt. Er tagt in der Stadthalle Hannover und wählt Hinrich Wilhelm Kopf zum Ministerpräsidenten.

 

1947

20. April: Die Wahl zum 1. Niedersächsischen Landtag wird durchgeführt.

 

1948

21. Juni: Währungsreform in den drei Westzonen

23. Juni: Währungsreform in der Ostzone

 

24. Juni:

Die Sowjetunion blockiert die Versorgung West-Berlins zu Lande und zu Wasser (bis zum 12. Mai 1949). Die Alliierten organisieren eine Luftbrücke, unter anderem aus Wunstorf, zur Versorgung der Bevölkerung mit dem Lebensnotwendigen

 

Ploetz 1998; WikiPedia