Republik Freies Wendland

Wendland-Dorf: Die neue Republik erhielt Luftüberwachung vom Bundesgrenzschutz

Gründung

Die 1980er Jahre begannen mit einem Angriff auf die Souveränität der BRD. Am 3. Mai 1980 wurde im Wendland ein kleines Stück Land um das Bohrloch 1004 von Atomkraftgegnern besetzt und zur unabhängigen ‚Republik Freies Wendland‘ erklärt. Ein Schlagbaum wurde aufgestellt, allen Interessenten ein Pass des neuen ‚Staates‘ ausgestellt, ein Rundfunk strahlte Sendungen aus.

Die Bundeswehr rückte nicht aus, um die territoriale Integrität der BRD wieder herzustellen. Vielmehr besuchten, besonders am Wochenende, Bürger der BRD die neue Republik, darunter auch Politiker, und ließen sich Pässe ausstellen.

 

Das Freundschaftshaus
Das Freundschaftshaus
Ein Fluchtturm
Ein Fluchtturm

 

Räumung

Am 4. Juni 1980 wurde das Hüttendorf durch 8.000 Polizisten von 2.000 Anwesenden geräumt und eingerissen. 1982 stellt die Bezirksregierung Lüneburg 41 ehemaligen Dorfbewohnern für die Räumung der ‚Republik Freies Wendland‘ einen Betrag in Höhe von über 2,7 Millionen DM in Rechnung.

Eine Woche später stand am Bohrloch 1004 ein Fort. Die Erkundung des Salzstocks konnte weitergehen.
Eine Woche später stand am Bohrloch 1004 ein Fort. Die Erkundung des Salzstocks konnte weitergehen.
Wendland Frauenhaus
Vor dem Frauenhaus
Planierung der 'Republik'
Planierung der ‚Republik‘

Fotos: Polizeimuseum Nds.

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