Polizeireform 1994

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Regierungswechsel und Vorbereitung

Nach der Landtagswahl 1990 übernahm eine Koalition aus SPD und Grünen die Regierung in Niedersachsen. In die Koalitionsvereinbarung nahmen die Parteien die Absicht zur Strukturreform der Polizei auf. Als Ziel der Reform gab die Koalition die „Bürgerpolizei“ vor, welche in Rolle und Funktion ein neues Verhältnis zur Gesellschaft entwickeln sollte. weiterlesen…

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Die zweizügige Ausbildung an den Fachhochschulen wurde zugunsten eines einzügigen Studiums an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege an den Standorten Hildesheim, Hann.-Münden und Oldenburg aufgehoben. Die Studenten erwarben in drei Semestern die allgemeinen Grundlagen sowohl der kriminal- als auch der schutzpolizeilichen Aufgaben, und wurden in weiteren drei Semestern in die Praxis eingeführt. In den theoretischen Semestern wurde deutlich mehr Gewicht auf den Erwerb soziologischer und kommunikativer Kenntnisse und Fähigkeiten gelegt.

Durch die Anhebung der Bezüge schon in der Ausbildung wurde der Beruf des Polizeibeamten attraktiver gestaltet. Die Zahl der Bewerber stieg und damit auch die Möglichkeiten für die Polizei, geeignete Personen auszuwählen.

Bei den Einstellungen war zu berücksichtigen, dass der Frauenanteil in der Polizei steigen sollte. Im Dienst war der Gleichstellungsgrundsatz für Frauen zu berücksichtigen und wurde durch eine Gleichstellungsbeauftragte überwacht. Es wurden auch vermehrt Kandidaten mit ausländischer Herkunft eingestellt.

 

Ubben 2001
Forreiter 2001