Einwanderung und fremde Bürgerkriege

Bürger der UdSSR, aus Polen, Rumänien und anderen osteuropäischen Staaten, welche deutsche Vorfahren nachweisen konnten, wurden in der BRD / Bundesrepublik bevorzugt aufgenommen. Von 1990 bis 1999 wanderten knapp zwei Millionen Aussiedler ein.

Aussiedler bis 1999
Aussiedler bis 1999 (Bundesamt 2008, S. 55)

In der Phase der Auflösung des Ostblocks und in den damit einhergehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten drängten besonders viele ‚Spätaussiedler‘ nach Deutschland.

1990 sprach die DDR eine Einladung an Juden aus, nach Deutschland einzuwandern. Bis 1994 machten rund 15.000 Personen davon Gebrauch.

 

Spiegel 18/1994

Asylsuchende

Bis 1993 war die Registrierung der Asylbewerber nicht einheitlich geregelt. Die Asylbewerber kamen ganz überwiegend aus dem europäischen Ausland; 1992 etwa 310.000 Personen. weiterlesen…

Protestantische Kirchengemeinden gewährten seit den 1980er Jahren abgelehnten und von Abschiedung bedrohten Asylbewerbern, vornehmlich Kurden, Unterkunft und das sogenannte ‚Kirchenasyl‘. Kircheneigene Gebäude galten mitnichten als ‚Sonderzonen‘ des Rechts, die Behörden respektierten aber lange Zeit aus politischen Gründen diese Praxis. Gegen Pastor Wellmann in Göttingen als verantwortlichem Hausherr wurde aber 1985 ein Verfahren wegen ‚Beihilfe zum Verstoß gegen das Ausländergesetz‘ angestrengt.

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Der wachsende Ausländeranteil in der Bundesrepublik führte in den 1990er Jahren dazu, dass einige Völker die Autonomiebetrebungen in ihren Heimatländern nach Westeuropa und auch nach Deutschland ausdehnten. In Deutschland sammelten Anhänger der Aufständischen Geld für Widerstandsbewegungen und bedienten sich dabei auch illegaler Geschäfte.

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1993 verbot der Bundesinnenminister die kurdische PKK als terroristische Organisation in Deutschland. Zuvor hatten deren Anhänger die türkischen Botschaften in London und Oslo sowie das Generalkonsulat in München besetzt.Die Anhänger der PKK reagierten darauf mit Massendemonstrationen, Hungerstreiks, Autobahn-Blockaden, versuchten Selbstverbrennungen und Anschlägen auf türkische Einrichtungen wie etwa auf das türkische Generalkonsulat in Hannover. weiterlesen…