Entnazifizierung

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In seinem Stab hatte Major Lamb zwei englische Polizeibeamte, die auf der Stelle eine Polizeitruppe für Hannover aufstellen mussten. Die Leutnants Hall und Winterburn sichteten die Akten der vorhandenen deutschen Polizeibeamten und rüsteten die Unbelasteten mit Knüppeln aus. Schusswaffen erhielten nur dreißig niederländische Polizeibeamte, die während des Krieges aus Den Haag nach Hannover verbracht worden waren, sowie französische und britische Kriegsgefangene, die sich freiwillig zur Verfügung gestellt hatten. Diese gemischte Truppe patrouillierte anfangs mit beschlagnahmten Autos durch die Stadt. weiterlesen…

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Major Lamb übertrug die Stadtverwaltung den Sozialdemokraten Gustav Bratke (Oberbürgermeister) und Erwin Barth. Barth war bis 1933 Polizeipräsident von Hannover gewesen und wurde nun der neue Chef der kommunalen Polizei. Der Gewerkschafter Albin Karl übernahm den Vorsitz im ‚Ausschuß für Wiederaufbau‘, der bald 19 Unterausschüsse in den Stadtteilen hatte.

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Polizeichef Barth rekrutierte mit der Hilfe von ehemaligen SPD- und Gewerkschaftsfunktionären zusätzlich dreihundert deutsche Hilfspolizisten unter früheren Arbeitersportlern und KZ-Häftlingen. weiterlesen…

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Die alliierten Soldaten führten ihr Programm des automatic arrest durch: Leitende Polizeibeamte ab dem Rang eines Oberstleutnants aufwärts, alle Mitglieder der Gestapo und des SD sowie alle Polizeibeamte mit einer Mitgliedschaft in einer Organisation der NSDAP – SS, SA, des NSKK und NSFK, sowie die NSDAP-Ortsgruppenleiter und HJ-Bannführer (oder höher) – wurden dem Spionageabwehrdienst der Besatzungskräfte übergeben. weiterlesen…

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Nach dem Abschluß des Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozesses im Oktober 1946 wurden gegen die Internierten Spruchgerichtsverfahren wegen der Mitgliedschaft in verbrecherischen Organisationen eingeleitet. Die sechs Spruchgerichte in der britischen Besatzungszone waren mit deutschen Berufs- und Laienrichtern besetzt. Über 2.200 Verfahren gegen Polizeibeamte vom Kriminalassistenten bis zum Polizeipräsidenten wurden durchgeführt. In über 60 % der Fälle wurden Gefängnisstrafen ausgesprochen, außerdem Geldstrafen verhängt. weiterlesen…