Castor-Transporte

19.04.2017 | Kategorien: Castor-Transporte
Bildmontage (HSK 13)

Seit 1983 war in Gorleben die Halle zur Aufnahme der speziellen Transportbehälter (‚Castoren‘) für hoch radioaktives Material fertig. Sie blieb aber noch über zehn Jahre leer. Rechtliche Einsprüche der Atomkraftgegner und der Landesregierung von SPD und Grünen verzögerten immer wieder die geplanten Transporte. weiterlesen…

19.04.2017 | Kategorien: Castor-Transporte
Foto: Michael Thomas (HAZ)

1998 untersagte die französische Regierung alle Atommülltransporte, weil die Behälter und zum Teil auch die Eisenbahnwaggons weit überhöhte Strahlendosen aufwiesen. Statt den zugelassenen vier Becquerel pro Quadratzentimeter seien bei Kontrollen Werte von bis zu 2200 bq gemessen worden, erklärte die französische Umweltministerin Voynet. weiterlesen…

19.04.2017 | Kategorien: Castor-Transporte
Foto: Michael Thomas (HAZ)

Angesichts der schieren Übermacht der entlang der Bahnsrecke und besonders im Wendland zusammengezogenen Polizei wurde die Verhinderung des Transports der Castorbehälter nach Gorleben zu einem aussichtslosen Unterfangen. weiterlesen…

Kategorien: Castor-Transporte

Der Transport von 2010 war der mit Abstand aufwendigste von allen: Fast 20.000 Polizeibeamte waren gegen 50.000 Demonstranten im Einsatz. 1.316 Atomkraftgegner kamen in Gewahrsam, 131 Polizisten wurden verletzt.

Auslöser des Massenprotestes war die Entscheidung der Bundesregierung Merkel, die Laufzeiten der verbliebenen Reaktoren zu verlängern und damit den Atom-Konsens von 2000 und die Novellierung des Atomgesetzes von 2002 zu verändern. Außerdem hatte sie die weitere Erkundung des Salzstocks als Endlager beschlossen.

Dieses Mal kam Kritik an der Regierungspolitik auch aus den Reihen der Polizei. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Freiberg erklärte nach der Ablieferung der Castoren:

Es war ein politischer Fehler den mühsam errungenen Atomkonsens aufzukündigen … Ich fordere die Bundesregierung und die Länder auf, diese fatalen Irrfahrten zu korrigieren.

 

Riesener 2012, S. 480